Wie Muttermale entfernt werden

Bestimmte Zellen der Haut, die Melanozyten, stellen den Farbstoff Melanin her. Dieser verleiht der Haut ihre individuelle Farbe und schützt sie vor dem Eindringen von UV-Strahlen in den Bereich der regenerativen Schichten (Basalzellschicht).

Neben einer gleichmäßigen Bräunung führt die Melanozytenaktivierung allerdings auch, dass sog. Melanozytennester an bestimmten Stellen verstärkt aktiviert werden. So entstehen vorwiegend in der Kindheit und Jugend dunkle Flecke, die man im Volksmund Muttermale (medizinisch: Nävus) nennt. Als Synonyme für Muttermale sind auch Leberfleck, Pigmentnävus, Naevuszellnaevus und pigmentierte Hautveränderungen gebräuchlich.

Oftmals verleiht ein kleines Muttermal eine besondere Note, Beispiele aus der Film- oder Modebranche gibt es hierfür viele. Auch sind die meisten Muttermale medizinisch gesehen harmlos. Dennoch können Muttermale in bestimmten Fällen entarten. Deshalb sollte die Beurteilung und Abklärung derartiger Veränderungen durch einen erfahrenen Facharzt für Dermatologie (Hautarzt) erfolgen.

Entfernung von Muttermalen

Entsprechend der Art, Lokalisation, etc. gibt es auch für primär gutartige Muttermale eine  Empfehlung zur Exzision. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Muttermale mit erhöhtem Risiko einer Entartung, wie kongenitale (angeborene) Riesenpigmentnävi. Diese werden in der Regel bereits kurz nach der Geburt (Riesenpigmentnaevi) in Vollnarkose oder ab dem 12. Lebensjahr (klassische kongenitale Naevi) entfernt, wenn eine örtliche Betäubung gut toleriert wird.
Auch auf Muttermale an Handflächen oder Fußsohlen richtet man besonderes Augenmerk. Zwar nimmt man heute von einer standardmäßigen Entfernung Abstand, bei klinischen oder auflichtmikroskopischen Anzeichen einer Atypie (Abweichung von der Norm) wird jedoch weiterhin eine frühzeitige Exzision empfohlen.

Als besonders gefährdet für die Entstehung von malignen Melanomen (schwarzer Hautkrebs) gelten Menschen, die sehr viele Muttermale (Faustregel: mehr als 40) oder unregelmäßig geformte Muttermale besitzen. Auch Muttermale, deren Größendurchmesser 5 mm überschreitet und Pigmentveränderungen mit mehreren Farbanteilen gelten zunächst als auffällig. Auch schwere Sonnenbrände vor dem 18. Lebensjahr sowie eine positive Familiengeschichte für Hauttumoren gelten als Risikofaktor. Treffen mehrere der o.a. Charakteristika zu, wird von einem bis zu 15-fach erhöhten Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, ausgegangen.

Die Durchführung von Hautkrebsvorsorge-Screenings sollte je nach Hauttyp, Anzahl der Muttermale, Familiengeschichte, Sonnenverhalten etc. erfolgen. Hierbei kann Ihnen Ihr Hautarzt zu Notwendigkeit und Vorsorgezeitpunkten ein speziell auf Sie angepasstes Vorsorgeprogramm erstellen.
Bei frühzeitiger Erkennung und Erfassung von Hauttumoren im betragen die Heilungschancen beinahe 100 Prozent.

Hier lesen Sie den ausführlichen Beitrag zum Thema Muttermale entfernen

Ein Gedanke zu „Wie Muttermale entfernt werden

  1. Ich bin zwar nicht betroffen, aber ich würde mir Muttermale entfernen lassen, wenn ich sie im Gesicht hätte. An einer anderen Stelle würde ich glaube ich nicht den schritt gehen, und die Muttermale entfernen lassen, außer natürlich, es wird von Arzt empfohlen.

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